Pfingsten war es endlich soweit.
Wir fuhren als Club zu unserem ersten Treffen. Die meisten von uns waren
schon auf verschiedenen Treffen, doch ab jetzt fuhren wir zusammen und
nicht mehr einsam und verlassen als Einzelfahrer. Am Freitag, den 1. Juni
ging es los. Robert, Alexander, Maria und Roman holten mich (Sebastian)
ab, und danach fuhren wir Sven, Holger und Sandra abholen. Nachdem wir
unsere Sachen in den Transit von Holger verfrachtet hatten ging es los
nach Triptis an die Shell-Tanke, wo wir uns mit dem Ford-Club Apolda verabredet
hatten. Nachdem nur 2 Autos (3 Mann) auftauchten, fuhren wir dann Richtung
Bayern. An der Spitze des 7-Auto-Konvois immer Holger, der seinen Escort
auf dem Hänger mitnahm. Die Fahrt verlief für den doch recht
dichten Pfingstverkehr ohne Zwischenfälle. Die Hintermänner
machten die Fahrbahn immer rechtzeitig dicht, so daß die ersten
ungestört überholen konnten. Auf der Landstraße ging es
dann teilweise sehr schleppend, wegen einigen LKW's und Traktoren. Nachdem
wir uns ein paar mal verfahren hatten, und schon andere Ford-Fahrer im
Schlepptau mit uns führten, folgten wir guter Hoffnung einem Fiesta-Fahrer,
der uns schön zur Tschechischen Grenze führte und nicht zum
ersehnten Festplatz. Aber wenigstens konnte er uns den Weg sagen. Als
wir den Platz dann gefunden hatten, meldeten wir unsere Autos und den
Club an, bekamen unsere Startnummern, Aufkleber, einen Club-Kuli und das
Programm. Dann hieß es erst mal einen geeigneten Platz zu finden
auf der noch fast leeren Wiese (die allerdings gewaltige Maße hatte).
Wir haben dann den perfekten Platz gefunden auf einer leichten Anhöhe,
wo wir uns präsentieren konnten. Schnell hatten wir eine Planung
wie wir die Autos und Zelte stellen wollten. Für Marek, Marcus, Ronny
und Christiane, die am Samstag anreisten, sperrten wir natürlich
die entsprechende Fläche mit ab. An unserem Anreisetag war das Wetter
ja noch einigermaßen gut, d.h. durchwachsen, was sich dann am Samstag
in Dauerregen mit Wolkenbrüchen, Stürmen und absolut kalten
Temperaturen in echt mieses Wetter verwandelte. Den Platz übrigens
in eine Schlammwüste. Aber davon ließen wir uns nicht die Stimmung
vermiesen. Wir bauten den von Holger mitgebrachten Pavillon auf, ohne
den wir echt aufgeschmissen gewesen wären, und wärmten uns am
Rost, wo wir immer lecker speisten, denn wir hatten echt alles mit. Ganz
nach dem Motto "Vornehm geht die Welt zugrunde". Der Spruch
paßte echt sehr gut zum Wetter. Allerdings haben sich die anderen Teilnehmer auch nicht vergraulen lassen. Ford-Fahrer und -Fahrerinnen sind eben harte Leute, und außerdem können sie feiern wie das böse. Was sich im Festzelt herausstellte. Nachts gab es auch keine ruhige Minute, außer zwischen 5:00 Uhr und 5:30 Uhr, bis die Nachtschwärmer endlich umkippten und nach einer halben Stunde die ersten schon aufstanden. Naja, was soll' s. Es war halt ein Treffen. Nachdem wir das erste mal über den Platz gegangen waren, um uns die Autos anzuschauen, kamen wir eigentlich alle ziemlich deprimiert zu unseren Zelten zurück. Wir fahren zwar auch alle sehr schöne Autos, aber merkten schnell, daß wir gegen die Konkurrenz keine Chance hatten. Solange man nicht mindestens 30.000 DM zusätzlich in sein Auto investiert, kann man damit keinen "Blumentopf" gewinnen. Sogar Holger hatte es schwer, in der doch recht "dünn" besiedelten Cabrioklasse zu gewinnen. Wenigstens nahmen wir bei den Clubwettkämpfen erfolgreich teil, wo wir in manchen Disziplinen doch eindeutig die Rekorde hielten. Speziell beim Steine schleppen gerieten unsere stärksten in einen waren Gewinnerrausch. Voll nach dem Motto, "Einer geht noch...". Den Rekord hielten wir dann noch beim "Heißen Draht" mit 24 Sek., und die zweitbesten waren wir beim Erbsenschlagen mit 2 getroffenen Erbsen. Beim Wettmelken sah es nicht ganz so gut aus, aber mit Sicherheit gab es schlechtere. Im Endeffekt reichte es noch für den 3. Platz, aber das lag wohl auch nur daran (ich möchte darauf hinweisen) das wir es verpasst hatten, am Zylinderkopf- u. Reifenweitwurf mitzumachen. Hier hätten wir mit Sicherheit noch Spitzenergebnisse rausgefahren. Die Gaudirally und den Boxenstopwettbewerb hatten wir leider Gottes auch nicht ganz mitbekommen, aber man kann ja nicht überall sein. Beim Burn-Out wollte Roman eigentlich mitmachen, hat es sich dann aber aufgrund des "Sauwetters" anders überlegt. Und genau aus diesem Grund vielen auch einige andere Disziplinen ins Wasser, deswegen steht auf unserem Club- Pokal nämlich auch etwas anderes. Am Samstagabend wurden alle 177 Clubs im Festzelt auf der Bühne persönlich begrüßt und bekamen ein schönes Souvenir in Form einer Tasse mit Aufdruck. Dafür gab jeder Club ein Gastgeschenk, und da wir keins hatten (man möge uns verzeihen, es war unser erstes Treffen mit Club- Teilnahme), sponsorte uns Roman sein teures "Ford-Focus" Feuerzeug aus formschönen Metall. Vielen Dank dafür, sonst hätten wir schön komisch dagestanden. Zumindest haben wir uns jetzt unter den anwesenden Clubs einen Namen gemacht, alleine schon wegen unserer "vielen" Bühnenauftritte. Weitere Erfolgsmomente hatten wir auch, als Sven und ich als ca. neunter und zehnter beim Boom 2001 antraten und gleich auf die Spitzenplätze katapultiert wurden. In diesem hart umkämpften Wettbewerb gab es nämlich nur für die ersten drei Plätze einen Pokal und für die verbleibenden (allerdings nur bis Platz 8) eine Urkunde. Um so schöner, daß Sven gleich auf Platz 2 und ich auf den 3. rutschten. Beim zweiten Anlauf tat sich bei mir nicht mehr viel, aber Sven konnte seinen Wert verbessern und rutschte auf Platz 1. Auf diesen Plätzen konnten wir uns auch recht lange halten und waren schon recht stolz drauf, den immerhin sind so ca. 50 Autos angetreten. Der Dämpfer kam aber, als kurz vor dem Ende jemand einen noch besseren Wert hinlegte als Sven und alle um einen Platz nach hinten verschob. So konnte sich nur Sven einen Pokal abholen (146 dB), aber leider nur den zweiten und ich bekam "nur" eine Urkunde (144,3 dB). Aber auch diese Ergebnisse machen uns stolz, angesichts der hohen Anzahl der Teilnehmer. Für Holger gab es auch noch ein Highlight, nämlich dass er gleich vom Fotograf der DRIVE um ein Interview mit entsprechenden Fotos gefragt wurde. Dies geschah schon, da waren wir noch nicht mal richtig auf dem Platz. Man möge sich auf diese DRIVE-Ausgabe freuen. Am Samstag Abend haben wir im Festzelt noch mal richtig den "Punk rocken" lassen, natürlich nur mit dem ultimativen Disco-Stodl. Insider werden jetzt schmunzeln und genau wissen was ich meine. Am Sonntag Abend sind wir dann nach der Pokalverleihung nach Hause gefahren, weil es das Wetter einfach nicht mehr zugelassen hat noch länger zu bleiben. Außerdem wären wir wahrscheinlich auch nur eine der wenigen gewesen die geblieben wären, da am Sonntag Abend die große Abreise auf dem Platz startete. Mit "zigtausend" verknipsten Filmen und einem einzigartigen Video, bleiben uns nur positive Erinnerungen an dieses Treffen. Wie mir im Anschluss an das Treffen noch gesagt wurde, konnte sich die darauffolgende Woche keiner auf Arbeit richtig konzentrieren und blickte mit lauter Wehmut auf das gelungene Wochenende zurück. Mit lauter Hummeln im Hintern saßen wir nun da und warteten auf das nächste Treffen. |