31
Grad im Schatten, gute Laune und genügend Mixery an Bord. Beste Voraussetzungen
also für unser nächstes Treffen. Wiedermal verschlug es uns
nach Bayern. Um genau zu sein ging es diesmal in das landschaftlich schön
gelegene Kronach. Die Leute in der Stadt waren anscheinend schon einiges gewöhnt, was treffentechnisch angeht, denn einige Wochen zuvor fand hier erst ein VW-Treffen statt. Doch wie man so aus Insiderkreisen hörte, soll bei uns partytechnisch wesentlich mehr der "Punk gerockt' haben. Als sehr positiv begrüßten wir diesmal die in Anführungsstrichen "familiäre" Stimmung, da es sich doch um ein etwas kleineres Treffen mit "nur" etwas über 500 Autos handelte. Das sollte wohl auch reichen, denn der Platz schien wirklich aus allen Nähten zu platzen. Nicht so toll fanden wir es, daß wir nicht neben unseren Autos campieren durften, was aber auch irgendwo verständlich war, angesichts der Größe des Platzes. Doch nichts ist unmöglich, und so zelteten wir wiedermal am Hang. Die kompakte Lage war hier auch sehr angenehm, da die Stellfläche nicht so groß und zerstreut war wie in Eslarn. Außerdem standen wir ziemlich Zentral und konnten so viele aufsehenerregende Blicke fangen. Partymäßig ging am Freitag und Samstag Einiges, auch wenn am Freitagabend kein Programm geboten wurde. Und was macht der Ford-Fahrer wenn das so ist und auch in der Bar keine Musik angeboten wird? Genau er singt selber. Und was eignet sich da nicht besser als die Kracher von DJ Ötzi und die guten alten Hits. Dann noch ein paar gepflegte Pflümli dazugekippt und der Saal drohte echt zu kippen. Im Chorsingen haben wir uns jetzt wie'n bissl geübt und dem schien auch kein Ende in Sicht, bis man uns dann schon gegen 3 Uhr alle samt im wahrsten Sinne des Wortes aus dem Saal kehrte. Doch Stimmung läßt sich schwer beschreiben, und so verweise ich auf das von mir gedrehte Video zum Thema "Getränkeunfall'. Was drin gut anfing, setzte sich dann draußen weiter fort. Man spendierte sich gegenseitig Pflümli und Bier und feierte einfach die bestandene Meisterprüfung von irgend jemand mit. Es wurden etliche Clubbekanntschaften geschlossen, so zwischen 3 und 5 Uhr, die demnächst auch näher gepflegt werden. Positiv erwähnen möchte ich hierbei noch das Ford-Team Burgenland (wo sich Nachts noch zufällig deren 1. Vorsitzende und Kassenwart mit unserem traf, was sich nebenbei herausstellte) und das Ford-Team Lell, die uns spontan eine Grillmöglichkeit für den nächsten Tag zusagten, weil wir unseren Grill nicht mit hatten, da der Umgang mit offenem Feuer eigentlich verboten war, aber getan hat es eigentlich jeder. Während unserer Nachtschwärmerei "klopften" wir eigentlich überall mal an wo noch Licht brannte und pflegten kurze Gespräche, bis wir wie gesagt beim Ford-Team Lell hängengeblieben sind. Als es dann anfing hell zu werden, beschlossen wir auch mal in unsere Zelte zu kriechen und zu schlafen, was anfangs schwierig war, denn andere Nachtschwärmer waren noch unterwegs und machten nun gemeinsam mit denen die Aufstanden kräftig "Alarm". Ganz krass kam es, als gegen 5 Uhr ne'n "bissl" laute Mucke über'n Platz schallte, welche sogar ziemlich die laut zwitschernden Vögel übertönte. Unser Pech, wenn wir genau unter einer Vielzahl von Bäumen schliefen. Nach zwei Stunden Schlaf überwanden sich zumindest einige wieder, aus ihrem "erholsamen Schlaf aufzustehen, frühstückten, begingen Katzenwäsche und pflegten aber ihr Auto umso mehr. Die Sonne schien, die Autos glänzten und alle waren guter Dinge. Wir machten unsere Fahrzeugprämierungen, nahmen wiedermal erfolgreich an den Clubwettspielen teil und Holger beim Sound-Off. Beim Sound-Off ging es diesmal aber nur um den Klang und die Art sowie Qualität des Einbaus. Die Mini-Loveparade, bei der ständig 3 Wagen über'n Platz fuhren und uns mit lauter Musik besäuselten, war mal ein angenehme Abwechslung. Am Abend spielte dann eine Liveband, die mit ihrer Musik irgendwie keinen so richtig aus der Hütte locken wollte, bis das Publikum ihnen dann endlich das lang geforderte und ersehnte "Hey Baby" von den Lippen ablocken konnte. Dann gab es natürlich kein Halten mehr und alle tanzten auf den Tischen. Selbst nachdem das Lied schon längst zu Ende war, wollte irgendwie niemand aufhören es zu singen. Party läßt sich mit "Ossis" sowieso immer gut feiern, denn das Treffen war zu 80% in Ostdeutscher Hand, wie wir so mitbekamen. Das heißt aber nicht, daß die Westdeutschen Clubs nicht mindestens genauso gut mithotteten. Zwischendrin wurden alle anwesenden Clubs für ihr Kommen bedankt und konnten sich eine Medaille abholen. Diesmal waren wir vorbereitet und hatten ein Clubgeschenk dabei. Wir hielten es für angemessen, die Fiesta-Freunde Frankenwald finanziell etwas zu unterstützen. Dies war eigentlich auch ihr Wunsch, doch die anderen Clubs übergaben auch Sachgeschenke. Das Wetter schlug dann am Samstagabend nach etlichen schweren Unwetterwarnungen "nur" in Dauerregen um, und da schon ein paar Wenige am Abreisen waren, wurde die Pokalverleihung noch auf den Samstagabend vorgezogen. Was ich persönlich besser finde, denn wird sie erst Sonntagabend gemacht, ist das nicht sehr schön für die Leute die eine weite Heimreise haben aber vielleicht doch die Verleihung noch miterleben wollen. Kurz vor der Pokalübergabe gab es erst mal noch einen gewaltigen Strip zu erleben, bei dem sich Sven als glücklicher "Nebendarsteller" mit der Stripperin auf der Bühne "vergnügen" durfte. Positiver Nebeneffekt für Sven: kräftiger Adrenalinschub und lecker duftende Hände. Roman wollte natürlich gleich wissen wie sich Silikon so anfühlt, denn er hat sich nach seiner Aussage den Strip nur aus streng wissenschaftlicher Seite angeschaut. Danach gab es dann wie gesagt die Pokale. Bei den Clubwettkämpfen konnten wir uns gegenüber zum Treffen in Eslarn um einen Platz verbessern. Womit wir selber nicht gerechnet hätten, daß es hier für den 2. Platz gereicht hat. Erstaunt waren wir, daß Holger keinen abbekommen hat, denn eigentlich waren wir recht zuversichtlich gewesen und er hatte auch keine so schlechten Chancen gehabt. Für Robert war es schwer, da auf diesen Treffen Sierra, Mondeo u.a. zusammen in einer Klasse vereint waren. Doch nach Aussagen von den Fiesta-Freunden soll dies nächstes Jahr nicht mehr so sein und so steigen auch die Chancen wieder. Die Herren mußten sich auf diesem Treffen auch nicht wieder eine kleine Dusche gemeinschaftlich teilen, aus der nur kaltes Wasser kommt. Sondern wir konnten, wie man so schön sagte, "sanitären Luxus" genießen, indem wir uns im hiesigen Erlebnisbad haben berieseln ließen. Sonntagvormittag, nach dem Frühstück, bauten wir die Zelte ab und verließen wie alle anderen Kronach, da es sich nun endgültig eingeregnet hatte. Über das Wetter beschweren wir uns aber gar nicht, denn immerhin hatten wir einen sonnigen Freitag und Samstag, in dem kräftig Pigmente gehascht wurden. Es war wieder ein sehr lohnenswertes Treffen, daß uns auch noch lange im Gedächtnis bleiben wird. |