2.Abzelten vom 20.-22.09.2002 des Ford Club Berlin e.V.
Dieses Treffen sollte für uns dieses Jahr praktisch als absoluter Saisonabschluss gelten. Deshalb machte sich eine Armada unseres Clubs (3 Mann) am Freitag auf den Weg in Richtung Berlin. Die Fahrt verlief angenehm und so kamen wir zusammen mit den Zwillingen von „Weimarer Land“ an. Wer doch so alles auf der Autobahn rumtingelt?! Naja, nach kurzem Suchen und zwei wahnsinns Bahnübergängen, bei denen wir fast zwei Unterböden und zwei Fahrzeuge ganz verloren, kamen wir dann endlich doch heil am alten Flugplatzgelände bei Jüterbog an. Kurz bescheidgesagt, dass wir da sind, paar Euros hinterlegt und ab aufs Areal. Gute Atmosphäre, und ein Spitzenausblick. Klar, mit Startnummer 19 kanns kaum anders sein. Aber alles sollte sich zum Guten wenden. Nachdem wir unsere Häuslein errichtet hatten, ein paar Biers eingefüllt und unseren Bier-Baguette-Atem in die Luftmatratzen hauchten, füllte sich auch alsbald das Gelände. Wir überprüften an diesem Abend noch kurz unsere Nachbarn und das Areal und dann war es auch schon dunkel. Egal, erstmal Rost angehauen, festgestellt, dass die Hälfte der Jungs das Grillgut vergessen hatte und trotzdem satt geworden. Mit Steaks und selbstgebautem Kartoffelsalat fühlten wir uns dann auch gleich wieder heimisch. Die Nacht brach herein, also laut Uhr, denn dunkel wars ja eh ab halb sieben und wir sahen in nicht allzuferner Nähe, oder so, ein Lichtlein glimmen. Da wir gesellige Leute sind, machten wir uns auf den Weg, um das schöne Lagerfeuer, welches beträchtlich wuchs, nachdem die ersten kompletten Bäume drauflagen, zu nutzen. Mit breitem Grinsen, geöffneten Herzen und Bierdosen saß man ums Feuer und versuchte dann auch zeitweise zu singen. Als das nichts brachte hat man sich doch wieder bei altbewährten Fachsimpeleien gefunden. So verging der erste Tag doch angenehm und leider viel zu schnell. Wir wollten ja nicht, aber irgendwann kam der Sandmann... und gut. Der nächste Tag begann friedlich
und schön mit leisem Bass von Delitzsch, die aufgrund des fehlenden
Festzeltes mal schnell die Disco mit ihren Fahrzeugen, ner Discokugel
und tollen Effekten draußen selbst initiierten. Dafür bekamen
sie auch am Sonntag nen Sonderpokal. Auf der GoKartbahn, welche dort
ansässig ist und einen Großteil des Treffens ausrichtete war
immer was los, denn clevererweise hatte man eine 50% Rabattmarke an der
Treffenanmeldung erhalten. Diese wurde auch voll genutzt, und so knatterten
die 18PS Karts ständig über die Bahn. Eine Händlermeile
gab es auch, bei der sich Tommi und Silvio prima Minibikes besorgten und
damit eine Menge Spaß hatten. Besonders Tommi freute sich, da seins
schon vorm Aufbau irgendwie defekt war. Kein Problem für uns, und
nach dem Umtausch gings dann richtig los. Die zwei wollten tatsächlich
auch die Viertelmeile mitfahren, für die es nun auch Zeit war, und
wir uns auf ein altes Rollfeld begaben. In der Zwischenzeit war auch Holger
eingetrudelt und stellte sich der Herausforderung der Beschleunigungsstrecke.
180PS in seinem XRS 2000 Völlig entkräftet vom Jubeln und Schreien, befeuchteten wir unsere Kehlen und machten unserer emaillierten Glutwanne mal richtig Feuer unterm Hintern, um ein kräftiges Abendbrot zu genießen, denn der Abend sollte noch lang werden. Wir griffen nochmal richtig an der Tombola ab, besonders Tommi und gingen dann direkt zur Clubbegrüßung. Scholle, der Vorstand von Berlin verkündete seinen Gruß an alle und wir grüßten auch, mit einer Spiegeltafel graviert mit Clublogo und Unterschriften. Der Holger kanns halt. Chemnitz überraschte mit einer tollen Kreissägeeinlage und als dann noch rauskam, dass Scholle als Vorstand keinen Ford besitzt, ja schlimmer noch, sogar einen Vectra fährt, war die Stimmung richtig gut. Wer solche Gerüchte in die Welt setzt muss schlecht sein. In der Zwischenzeit hatte es auch kurzzeitig geregnet, pegelte sich dann aber auf trocken und kühl ein. So beschlossen wir unseren Abend in Gesellschaft am wärmenden Waldbrand zu verbringen und legten noch ein paar Stämme auf. Ihr kennt sicher die prima Lagerfeueratmosphäre, die ich nur so beschreiben kann. Knusprig, krosse Vorderseite, Gefrierbrand am Buckel und mittendrein genug Glysantin. Dieses machte sich an diesem Abend bei einigen von uns bemerkbar, und so waren wir doch froh über Lehnstühle und dicke Sachen. Elmo und ich versuchten uns dann noch kurze zwei bis drei Stunden am DJing, doch synchron gings kaum. Naja, wir üben noch. Tommi wurde als Obdachloser in mein Zelt verfrachtet. Schönen Gruß an die Mäuse und seine Mucke war super. Am nächsten Morgen regnete es kurz und wir beschlossen ohne die Sauge, welche noch schlief zu frühstücken. In der Kartbahn gabs für wenig Euro viel zu essen, mit allem, was man braucht. Fanden wir gut, gerade nach der Nacht. Nach dem Essen und etwas Rumtreiberei auf dem Gelände schauten wir noch kurz bei Rudi „Herr der Ringe“ und brachen dann die Zelte ab. Mit der Gewissheit nichts vergessen zu haben und der Entsorgung einiger einreduzierter Steaks, die man sonst so 15 min brät und keine Nacht lang (Schönen Gruß an unseren Bratmaxe), gingen wir noch einmal in die Kartbahn, um die Siegerehrung zu verfolgen. Diese ging auch wieder prima vonstatten, mit Bildern der Sieger und sogar einer Siegertreppe. Und auch unser Club holte auf diesem Treffen nochmals zwei Pokale. Die jeweils zweiten Plätze in den Kategorien Escort 5-7 und Scorpio/Sierra gingen an Rudi und meine Wenigkeit Butze. Nach viel Jubel, denke ich, denn wenn man nach so zwei Tagen die Fans dort unten hocken sieht, weiß man, sie würden ja, aber es geht nichts mehr, kehrten wir erschöpft aber glücklich dann wieder in die heimischen Gefilde zurück... Bedanken möchte ich mich bei
den Leuten, die dieses Wochenende so schön werden ließen und
bei Tommi, dem Superfotograf. Schaut Euch die Bilder an. Er kanns... |