4. Abzelten in Jüterbog
vom 17.09. - 19.09.2004

Vorsicht! Highlightgefahr...
Nun neigt sich die Saison ja langsam aber sicher dem Ende zu. Schade eigentlich, aber es erwartet uns zu dieser Zeit ein (von mir persönlich dazu gewählten) Highlight-Lieblingstreffen. Es geht nach Jüterbog zum 4. Abzelten des Ford Club Berlin e.V.

Scholle und seine Mannen hatten, wie die Jahre zuvor, recht herzlich auf's Gelände der Kartbahn Altes Lager eingeladen und so war es uns natürlich ein Bedürfnis, dort dieses Jahr wieder dabei zu sein. Im Vorfeld hatten wir schon alles mit Gunnar von de' Erfurtern geklärt, wer wann, wie und wo zu stehen hatte. Ideale Voraussetzungen für unsere kleine Gruppe, von diesmal 4 Personen, mal wieder richtig gediegen Party zu machen und in aller Ruhe abzustürzen. Auf dem alten Flugplatzgelände geradezu wörtlich zu nehmen...

Wir machten uns wie immer am Freitag gegen 14 Uhr auf Tour gen Jüterbog. Die Fahrt verlief wie immer sehr zufriedenstellend und rasch im Wochenendverkehr. Man kann hier schon mal ermitteln, wieviel der Wagen im Stand an Benzin braucht, denn direkt auf der Autobahn war Stau. Kein Problem, und als wir das Ganze relativ gechillt überstanden hatten, gab es nach der schier unglaublichen Menge von wenigen Kilometern den nächsten Stau. Juchu!!! Wir lagen dennoch recht gut in der Zeit und als Rudi die Führung auf den Landstraßen um Jüterbog übernahm, ham wir uns natürlich auch sofort verackert. Is aber jedes Jahr so und ich hoffe, daß wir es zum Abzelten 2066 dann doch mal direkt finden. :-)

Dort auf'm Platz angekommen, schnell die Anmeldung durchgearbeitet, dat Begrüßungstütchen in Empfang genommen und Gunnar und Co. gesucht. Man stand, clever wie immer, schonmal sehr zentral und hatte auch super abgesperrt. So hausten also die Erfurter (mit Ausnahme einer uns noch unbekannten Splittergruppe), Hameln, der Frank vonne Mondeo Projects und wir sehr schön zusammen. Als dann noch direkt gegenüber die Delitzscher ausrollerten, war klar, daß es wohl mal wieder richtig rockt in dieser Ecke.
Also nichts wie raus und das ja schon so bekannte aber immer beliebtere Spiel... Hülse auf und Leute begrüßen. Dann natürlich noch 'ne Hülse und bissl gequatscht. Wieder 'ne Hülse, da ja noch andere Leute zu begrüßen waren, und dann natürlich die gute „Zeltaufbauhülse“ nach der Motivationshülse.

Als unsere mit Fischnamen verankerten Stoffbuden standen und eingerichtet waren, konnte ja praktisch nichts mehr schiefgehen und wir wendeten uns nun dem Alkohol zu. Natürlich war mittlerweile auch Matscher vonne Delitzscher mit der allseits beliebten mobilen Disko eingeschlagen und Rudi half schnell mit beim Aufbau, damit's endlich vorwärts ging. Roman burnte auch schon langsam unsere (wie immer neue) emaillierte Glutwanne, um seinen knurrenden Magen endlich zum Schweigen zu bringen. Marcel kümmerte sich um die Wurstbude bei den Erfurtern und so wurde erstma bissl Grundlage zum Alkoholkonsum geschaffen. Delitzsch fand unseren Grill so toll, daß sie auch gleich ihre Rinds- und Schweinehälften drüberschoben. Nachbarschaftshilfe is halt normal und bei diversen Eierlikörs von Leiche waren wir uns einig, daß es doch wieder sehr schön wird...
Jetzt war aber erstmal Kaffeezeit und da Rudi ja keinen Kaffee kochen kann oder will, entschieden wir uns für 'ne Bottel vom Wilthener Capuccino. Mir war nicht bewusst, wie viele kaffeesüchtige Menschen es gibt, aber die Pulle Ruß war ratze fatze alle. Auch die Bierreserven waren stark angegriffen an diesem Abend und so entschieden wir uns mal 'nen Gang rauszunehmen und langsamer zu trinken. Die Jungs und Mädels von Weimarer Land pflichteten uns in diesem Punkt bei. So nahm der Abend seinen Lauf bei Unterhaltungen, dem allseits beliebten Platz am Lagerfeuer und man schwang auch hier und da dat Tanzbein bei Matschers unermütlichen musikalischen Unterhaltungsprogramm. So gab es nur wenige Zwischenfälle den Abend, aber beim Einstieg in's Zelt (so gegen vier) soll jemand fast sein Augenlicht durch 'ne Bierkastenecke verloren haben. Fragt nicht wie's geht, aber ich denke mal, daß Außerirdische diesen Abend die Erde anschoben und sich diese unnormal und unausgleichbar schnell drehte. Böses Ding, aber der Samstag kommt bestimmt und da gibt's ja wieder wat zu trinken...

Am nächsten Morgen strauchelten wir noch ein wenig verbimmelt in Richtung der Waschräume und waren beruhigt, daß es uns wahrscheinlich nicht allein etwas schlechter als normalwerweise ging. Nach der erfrischenden Morgenwäsche ging's dann direkt zum Frühstück. Dieses wird von Jahr zu Jahr professioneller und ich muß wie immer sagen, ich war sehr zufrieden. Wieder anne Zelte angekommen dröhnte schon wieder die Anlage der Delitzscher einen Morgengruß über'n Platz. Schnell ein wenig Fahrzeugpflege gemacht und ein paar alkoholische Getränke weggeschlagen. Dannach verbrachten wir den Vormittag bei diversen Fahrzeugbegutachtungen, auf der Händlermeile oder bei tiefgründigen Gesprächen mit alten Bekannten. Gegen Mittag hatten wir auch wieder etwas Glut im Grill und mich verschlug es mal kurzerhand zu Leiche und seinem Kirschlikör, den man eigentlich zu allem anderen verwenden kann, nur nicht zum pur trinken. Aber egal. Hauptsache es dreht und das taten wir dann ebenfalls gleich, und zwar in Richtung Zelt. Erstmal bissl ruhen... Doch zuvor hatte noch jemand das Bestreben, sich über die ungünstige Lage der mobilen Diskoanlage zu beschweren. Nach kurzer Diskussion und der Abgabe diverser Werbeartikel, war aber auch der Zigaretten-Promo-Mann bereit, unseren Musikgenuss nicht weiter zu stören und ging wieder an seine Arbeit. Irgendwie hatten wir aber dann doch vergessen die Mucke leiser zu machen. Naja, nützt ja nix. Is eben Treffen und ruhig pennen kann ich auch zu Hause.
Gegen 14 Uhr verpaßten wir leider die Clubspiele, aber auf'm Show&Shine Areal ging's um die Zeit wieder gut zur Sache. Die Bewertung wurde, wie immer, durch die Crazy Car Connexxion durchgeführt und so hatten wir keinen Stress und konnten uns auf's absaugen konzentrieren. Abgesaugt haben übrigens wohl auch die Chemnitzer und Zwickauer Land. Wieso auch immer, kamen sie auf die Idee Weihnachten feiern zu müssen und luden uns zum Abend ein. Da durften wir natürlich nicht fehlen und wir beschlossen dort einzureiten. Aber erstmal war mal wieder ein Highlight dran... Die Viertel-Meile.
Rasch paar Hülsen von den stark geschrumpften Restbeständen eingepackt und zum Rollfeld geeimert. Es wurden natürlich wieder Emotionen frei. Immer wieder gern gesehen, wenn ein VR6 Golf (hat gesagt, der wär getunt) mal pauschal von 'nem Fiesta (aber auch getunt) versägt wird. Oder Capri gegen Golf IV – 5 Volt. Da sag' nochma einer die alte Technik sei überholt. Ma' abgesehen vom Cossiumbau, braucht der Capri sich auch sonst keine Sorgen wegen irgendsolcher Sprüche zu machen. Auch Gunnar und sogar Karsten mußten die Materialschlacht mitschlagen. Es war mal wieder spannend und heiß. Was sicher auch total auf's Wetter zutraf. Wir hatten voll Glück und die Sonne brannte uns ein fuchsmäßiges Aussehen auf uns're Datteln. So muß es sein, und deshalb mußten wir ja auch Getränke zu uns nehmen. Zurück an unseren komfortablen Segeltuch-Wohnstätten, ging die Party weiter. Grill an, Mucke lauter und Hülsen zünden. An dieser Stelle muß ich mal wieder Marcels Folienkartoffeln loben. Wie immer der Hot-Hammer und mit unseren Grillspezialitäten in Kombination mit Tzatziki einfach das Beste, was passieren konnte. Roman machte noch flux beim Auspuff-DB-Test mit und Rudi checkerte mal die Sound-Off-Bude. Beide erreichten sehr gute Platzierungen, mußten späterhin jedoch leider die Führung abgeben. Roman's Füchse waren echt der Hammer und der Fiesta klang echt böse im Angriffsmodus und net wie sone Trillerpfeife, wat manche als Auspuff bezeichnen.
Später am Abend war wie immer die Clubbegrüßung durch Scholle und seine Mitstreiter. Die Stimmung war ausgelassen und der Jubel bei allen Clubs läßt doch den Schluß zu, daß wieder die richtige Stimmung am Start war, alle untereinander akzeptiert sind und die Szene weiter zum Positiven gedeiht. Find ich gut...
Der Abend war lang und wir saßen alle noch am Lagerfeuer und diskutierten dies und das, bevor wir nochmals das Tanzbein schwangen und Rudi und ich bei Matscher zum DJ ausgebildet wurden. Gehört sicher noch bissl mehr dazu, aber wenigstens wissen wir jetzte, was und wie's funktioniert.
Jubel, Trubel, Heiterkeit machten sich ganz eilig breit. (Oh, ein Reim) Wir feierten, und wollten gar kein Ende finden, aber es sollte ja noch Bescherung sein. Also sind Rudi, Frank und ich schnellst bei de Chemnitzer eingeritten, um Weihnachten zu feiern. Der Pavillon war ultrahot eingerichtet. Weihnachtsbäume mit Beleuchtung, Lebkuchen, Spekulatius, Weihnachtsmucke und heißer Glühwein erwarteten uns. Krasses Ding dachten wir und waren der Partymittelpunkt, als wir zu spät den Mistelzweig über uns bemerkten. (Kein Kommentar) Man hatte echt das Gefühl, draußen schneit's gleich und unter diesem Gedanken versackten wir schwer mit den ebenfalls anwesenden Reichenbachern. Gediegene Party, und als der Weihnachtsbaum mehrmals zu Fall kam, dachten wir uns, daß der W-Mann eh' net mehr kommt und langsam die Zeit zum pennen ran war. (zum Glück gibt's hier keine Fotos) An dieser Stelle folgt der Unfallbericht dieser Nacht... Jemand versuchte sein Zelt mit 'ner vergessen Petroleumlampe etwas auszuleuchten und wundert sich, warum's net dunkel wird, wenner de Augen zu macht. Ein anderes bekanntes Gesicht versucht mal eben mit de Assel in seinen Gasheizer zu krabbeln, obwohl ich dat noch nich so kalt empfand. Aber zum Glück nix passiert und deshalb auffe Spaßseite zu verbuchen. Mir stieß den Abend zum Glück mal nix zu und so muß ich eben mal schmunzeln, über die Stunts der Beiden, gegen die Colt Seavers 'ne Obernull darstellt. Aber egal. Der Abend war erfolgreich abgeschlossen und so schauen wir ma', was der Sonntag so brachte...

Am Sonntag hatten wir widererwartend bissl Probleme mit der Orientierung, was ich persönlich auf'm Glühwein schieben würde. Aber nach dem Waschvorgang und einem guten Frühstück kamen auch bei uns die Lebensgeister wieder. Wir beschlossen den Tag ganz ruhig zu bleiben und gingen erstma' zur Pokalveleihung. Die verlief für uns nun diesmal net so erfolgreich, aber es konnten viele befreundete Leute Pokale mit nach Hause nehmen. Was bissl schade war, war der Fakt, daß nach der Fahrzeugpokalvergabe ein Großteil schon die Halle verließ, obwohl es ja noch mit der Kartpokalvergabe weiterging und sich noch keiner verabschiedet hatte. Ich fand's traurig und Scholle hat's sichtlich geärgert. Kann man aber nix machen. Wir blieben weiter sitzen und nachdem dann wirklich Ende war, tingelten wir raus und bauten langsam unsere Häuserreihen ab. Der Abschied fiel diesmal bissl schwerer, da man sich ja jetz net mehr so oft sieht, aber ich denke, die Kontakte gehen auch über die Treffen hinaus (so lang is der Winter ja auch net) und so rollerten wir sehr entspannt und mit einer Träne im Knopfloch mit de Erfurter nach Hause.

Abschließend bleibt mir nur zu sagen, daß dieses Treffen jedes Jahr besser wird. Es mal wieder richtig geil war, durch gute Arbeit und die richtigen Leute vor Ort. Riesen Respect vor Mandy, die es das ganze WE mit uns aushielt und dann trotzdem unserem Club beigetreten ist :-) und fette Grüße an alle Freunde und Bekannten die diese Saison so crazy werden ließen. In diesem Sinne – Stay krass und Ford forever...

Euer Butze.

P.S. Wenns Euch im Winter packt, checkt die Nebelmaschine, Spots an, Mucke auf - und feiert mal 'ne Ecke rund...

zurück