4. Beachparty des Ford Club Ostseehaie
vom 21.07. - 23.07.2006

Ach was ist das schön, mit Freunden den Sommer zu verbringen... Bereits zum vierten Mal wurden wir auf's herzlichste zu einer Beachparty der Fordscene eingeladen. Stellt sich nur die Frage, wo man so ein Event wohl am besten veranstaltet??? Strand, Meer, feiern??? – Ostsee!!!

Die Rede ist natürlich von der vierten Beachparty des Ford Club Ostseehaie, bei welcher wir nun endlich einmal teilnehmen wollten. So traf sich unser Club-Tross von 2 Mann und einem gern gesehenen Gast (Wer schafft's schon ohne Captain an die See???) am Freitag schon um sechs Uhr in der Frühe, um die lange Fahrt von 570 Km an die Ostsee zu bestreiten.
Bei dieser Fahrt zu dritt mit Zelt, paar Sachen und im Fiesta beschränkten wir uns natürlich nur auf das Nötigste, was wir später noch zu spüren bekommen sollten... Also komplett equipped mit 2 Rahmen Köbi, Nachtsichtgerät, guter Laune und Hausschuhen, sowie natürlich unserem Party-Maskottchen der „GakGak“, bekamen wir zu Glück noch unseren sieben Uhr Zug und die Stimmung ging straight on top... oder war zumindest ausgelassen. :-)

Die Reise längs der Breitengrade durch's schöne Germany verlief widererwartend ohne Probleme und Staus. Was zu Beginn der Urlaubssaison für andere Reisende ja nicht immer so glimpflich abgeht. Aber wir hatten ja die Sonne im Tank (denn Sprit kann man sich ja kaum noch leisten) und so konnte praktisch nix passieren.
Nach einer nie dagewesenen Reise-Bestzeit standen wir nach einem kleinen Orientierungslosigkeitsschlenker (wie immer) zur Mittagszeit vorm Areal. Alles befand sich gerade in der Aufwärmphase, denn Sile sah noch total gechillt aus, und während der Einlaß das Wechselgeld einsortierte, schnappten wir uns die Startnummer 004 und leierten auf eine top gemähte, ebene und 50m vom Meer entferne Wiese um abzuparken. Erstma' hinsetzen, Verwandschaft über die gute Reise informieren, und den vom öligen van Gogh befreiten Rahmen angenascht. Direkt wie Urlaub...

Nach einer chilligen Phase, etwas Konversation und dem Aufbau von Rudi's Monsterjurte, beschlossen wir, die Location etwas genauer zu untersuchen, Mittag zu essen und dann ab inne Ostsee. Voll in der Saison diesen Platz für die Ford-Fraktion zu bekommen, läßt sicher auf etwas Überredungskunst der Ostseehaie schließen. Und wir erfuhren, daß ein befreundeter Opelclub auch gern sein Treffen dort machen würde. Aber jetzt waren wir da. Die Opeljungs ließen sich auch immer mal blicken und man kam bissl ins Gespräch. Die ham gepaßt und nach der Prüfung der Umgebung wollten wir 'ne richtige Seemannsmahlzeit haben. Also die Flossen aktiviert und ran an die Strandimbißbude. Da ich so gern Fisch esse, hab ich mir 'ne Instant Makrele mit Rotbarschsoße und einer Seegurke gegönnt (Currywurst mit Brötchen). Der Rudi und der Cartman versuchten die echten Fischbrötchen und als Rudi fragte, warum die hier mit Zwieback gemacht werden, war uns klar, daß die Bröchen nicht von heute waren. Naja, lecker wars aber schon und mit diesen Gedanken von „Fisch muß schwimmen“ ging's direkt ab ins Wasser. Als wir nach einiger Zeit völlig verschrumpelt wieder angespült wurden, beschlossen wir noch bissl über'n Platz zu schlendern, die neuen Schwimmhäute anne Pilshülse abzurubbeln und paar angereiste, neue Gesichter zu begrüßen. Der Ansturm hielt sich jedoch in Grenzen, denn so riesig wollen's die Haie noch nicht aufziehen und der Freitag-Start kam erst kurzfristig in den Terminplan. Eben familiär und gemütlich... Find ich gut.

Nachdem der vorbeischauende Eismann bei dieser Hitze rapidest angegriffen wurde waren alle glücklich und es ging dem Abend zu. Mittlerweile stand auch das Festzelt und als es plötzlich hieß... „Essen fassen...“ sahen wir ein sehr großes Spanferkel einfliegen. Boah, cool. Die Haie hatten Abendbrot versprochen, und da stand es nun. Guido vom Fordboard machte sich ans anschneiden und wir aßen, was das Zeug hielt. Da dicke Schweinchen meißt schlecht abnehmen, war auch hier wirklich eine Menge übrig geblieben. Aber voll lecker die Haussteckdose. Vor allem mit geborgten Tellern und so, denn wir hatten ja diesmal nix mit. Der Abend verlief gediegen, mit seichter Musik vom DJ und einem Ausklang mit diversen Pils bei anderen Clubs und einem Sonnenuntergang auf einer Bank direkt am Meer. Nu sach noch einer, daß das nicht romantisch is. War echt der Hammer. Die Nacht verlief ruhig für Rudi und mich in unseren Schlafkojen und unserem Captain im Flur... Bis die Mücken kamen. Wir haben Sie ja nur gehört, aber Cartman hat sie auch gesehen... und gespürt. Naja, is' eben Outdoor-Leben. :-) Aber konnte ja keiner wissen, daß der Cartman gleich zum Elefantenfuß mutiert. Aber alles halb so schlimm und auch unser „Überbein-Captain“ konnte dann unter Gemecker einschlafen.

Am Samstag ging's gut raus aus den Thermofedern und unser erster Plan war, uns zu equippen, damit wir nicht wieder dastehen, wie die Friseure. Bissl Zeit war ja noch, und Cartman als auch ich gingen, während der Rudi noch schlief, direkt früh baden. Am Strand lagen paar ganz Krasse, die mit ihren Schlafsäcken direkt am Wasser schliefen. Cool, und 'ne Flasche „Glysantin“ hatten sie auch dabei. Echte Beachpartys müssen so laufen... Cartman zeigte mir, wie man sich als Kampfschwimmer professionell abkühlt und später beschäftigten wir uns dann mit paar vorüberziehenden Quallen, welche echt gesprächig sein können, wenn man nur zuhören kann. Als nächstes verwirklichten wir unseren vorhin angesprochenen Plan, und so ging's ab in die Stadt einkaufen. Frauen würden rufen „Shopping“, aber wir brauchten wirklich wichtige Dinge. Deshalb erstanden wir echt prima Sachen und haben sogar Haushaltsbuch geführt. Nun waren wir satt und fit und ausgerüstet, wie immer. Als wir wieder auf'm Platz eintrudelten waren sogar noch Brötchen da, aber wir waren so vollgemuffelt, daß echt nix mehr ging.
Gegen elf konnte jeder, der Lust hatte, an einer Ausfahrt teilnehmen. Natürlich kamen fast alle mit. Es ging nach Wismar auf den Fischmarkt. Die richtige Location, um bissl Touri-Shit für die Lieben daheim zu ordern. Also hin...
Wir parkten irgendwie direkt im Hafen und waren nur 20 Meter vom Fischmarkt entfernt. Ein schönes Bild, die Wägelchen aufgereiht und wir kurz vorm Angriff. Der Sile nutze die Gelegenheit für einen Morgenappell und mit „sozialistischen Gruß“ stürmte die Meute den Markt. Was müssen die Leute dort gedacht haben, als noch Potzdam zur Attacke blies? Egal. Wir waren da und schauten uns um. Richtig supi is, wenn ca. 50 Mann an einer Fischbude stehen... Hunger!!! Jetzt weiß ich auch, warum die Weltmeere leergefischt sind. :-)
Nach einiger Zeit in der Gluthitze, etwas umschauen, Souveniers kaufen und bissl was trinken, fuhren wir alle gemeinsam wieder gen Festplatz. Auf der Rückfahrt fiel dem Rudi noch ein, daß er vergessen hatte, Seemannsgarn zu kaufen. Naja, vielleicht beim nächsten Mal... Cartman hatte bissl sonderbaren Geruch angenommen, denn mit der Fischtüte inne Hand kann das passieren. Rudi und Cartman labten sich dann an Räucherfisch und ich hab aus Sympathie gleich paar Pilse gegessen...

Der DJ untermalte den ganzen Tag mit seichter Musik und es stellte sich der allgemeine Treffenablauf ein. Die Clubspiele wurden wegen des echt heißen Wetters auf Abend verlegt, was alle begrüßten. Wir pilgerten zwischen kühlem Naß, Autos und kaltgestellten Rahmenfragmenten hin und her. Was man halt so macht, an einem urlaubsähnlichem Wochenende. Und da es hier mal keinen Show & Shine gab, konzentrierte man sich mehr auf andere Dinge, wie zum Beispiel Komunikation, oder mal wieder Clubspiele.
Diese konnten und wollten wir uns diesmal auf keinen Fall entgehen lassen und so waren wir bereit, für alles, was uns dort noch erwarten sollte...
Nach zwischenzeitlichen erneut schweren Angriffen auf den Eiswagen gab es am Strand natürlich auch die zünftige Taufe der Landratten mit rasieren, komischen Zeugs (übel, übel) trinken und baden gehen :-) Widererwartend waren wir nicht die Kandidaten... Glück gehabt, aber Sile und seine Gehilfen, waren echt gut als Neptun und Co. Ein toller Spaß.
Nach kurzer Pause, gingen dann endlich die Clubspiele los. Da wir kein Team von fünf Mann bilden konnten, entschlossen wir uns kurzfristig, uns mit zwei Kollegen von Sile zusammenzuschließen, welch auch gern mitmachen wollten. Beim ersten Spiel mußte ein Mann blind geschminkt werden. Köstliche Schnappschüsse! Und warum der Rudi unbedingt vor wollte, weiß ich bis heute nicht... Die Zweite Disziplin ging wirklich an die Substanz. Vier Mann mußten einen auffe Luftmatratze laufend durchs Wasser ziehen. Richtig weit raus, wenden und zurück. Der Hammer!!! Die Beine brannten und jeder kämpfte mit sich selbst. Jetzt nur nicht aufgeben, oder stürzen. Das war echt krass. Mit letzter Kraft am Strand angekommen, gingen reihenweise die Kreisläufe in' Keller. Klar bei der Hitze, der Anstrengung und den vielen Pilspfannen. Erstma chillen... und zum Glück keine ernsteren Vorkommnisse.
Als nächstes folgte Tauziehen im Wasser. Keen Ding... dachten wir. Aber das Seil war ultralang und wir standen ja inne Ostsee. Nix mit kurz loslassen und dann die Jungs umziehen. Echt geil... Ham auch alle wieder voll gekämpft, und leider sind wir gefallen... Aber es zählen ja alle Spiele. Und so ging's weiter mit 'ner Wasserflasche, welche mittels springen zwischen den Knien transportiert und so an den Nächsten übergeben werden mußte. Keine Hände, und bei Verlust, alles von vorn. Hier waren Grobmotoriker gefragt und es war ein riesen Spaß.
Das letzte Spiel hab ich bissl verissen, denn es ging darum, eine Visitenkarte zwischen Oberlippe und Nase zu klemmen, und damit zum nächsten Mitspieler zu laufen, um diese, ohne Hilfe der Hände, zu übergeben. Eigentlich keen Ding, aber meine süße Nase und die unbewegliche Lippe, waren da bissl hinderlich. Aber auch das haben wir irgendwie hinbekommen, und es sollte ja auch Spaß machen. Man haben wir gelacht...

Nach diesen „Höllenqualen“ der Clubspiele mußten sich natürlich alle erstmal stärken. Ausgerüstet waren wir ja seit diesem Morgen mit den herlichsten Dingen. Nur der Grill fehlte... Kein Problem, denn uns wurde prompt von den Lübeckern eine emaillierte Glutwanne zur Verfügung gestellt. Paar Pils später und unter staunenden Blicken aufgrund der thüringischen Grillkunst hatten wir dann auch alsbald unsere Senfpeitschen, Torfstecher und Gehacktesspieße gar und hauten kräftig rein. Vielen Dank nochmal an die nette Clubhilfe der Lübecker.

Dem Abend graute schon vor uns, und wir machten uns fertig zum Nachtprogramm. Der DJ drehte an seinen Knöpfchen und es war 'ne lockere Atmosphäre. Etwas später am Abend erfolgte dann die Clubvorstellung und Sile hat noch wahre, weise Worte gesprochen und sich mit seinen Haien über diverse kleine Präsente gefreut. Im Gegenzug gab's von den Ostseehaien für die Clubfahrer 'ne krasse Kaffeetasse mit dem Logo der Haie. Schöne Idee, und auf'm Treffen echt brauchbar... denn der nächste Morgen kommt bestimmt...
Weiter ging's im Anschluß mit der Pokalvergabe und ich sage Euch, wir haben echt mal wieder abgeräumt. Weiteste Anreise nach wirklich knappen Rennen ging an uns! Und in den Clubspielen trotz meines Leistungseinbruchs einen nicht erwarteten, aber sehr erfreulichen Platz drei! (Jubel!!)
Nun wurde es aber kompliziert mit der Aufteilung des Poklas zwecks unseres gemischten Teams. Aber die Leute ham gepaßt und so konnten wir uns dann am Abend mit unseren Mitstreitern einigen, und mußten nicht die Säge ansetzen. Vielen Dank für die edle Geste und natürlich auch für die tolle Unterstützung beim Wettkampf. Ihr wart echt klasse!!!

Nach diesem Freudentaumel ging es gleich weiter mit den Highlights, denn als es auf um zwölf zuging, wurde ein anderer bejubelt. Wie eigentlich fast immer, wurde die Beachparty gleich genutzt, um Siles Geburtstag zu feiern. Das ging richtig voran (hat nur noch Topfschlagen gefehlt) und der Cartman wollte immer nur Rosenschnaps... :-) Dachte immer Blümchen sind zum riechen da...?
Irgendwann war dann für uns alle der Moment gekommen, in die Zelte zu gehen, und mal paar Stunden über unser aller Verhalten nachzudenken, oder einfach nur zu ruhen. Aber es war ein absoluter Spitzentag, das sag' ich Euch.

Am Sonntagmorgen trafen wir uns alle beim gemeinsamen Frühstück mit frischen Brötchen und Kaffee. Man plauderte über dies und das und so richtig wollte sicher keiner nach Hause. Aber leider hatten wir ja auch noch 'ne gute Strecke vor uns und so rissen wir die Jurte nieder, beseitigten unsere Spuren und machten und mit der GakGak wieder auf den Weg in Richtung salzloser Luft.

Ich bin mal wieder total begeistert, von einem Wochenende voll Spaß, familiärer Atmosphäre, immer netten Leuten und überhaupt. Danke an die Ostseehaie, für das schöne Wochenende, mit nahezu perfekter Organisation (auch wenn's kleiner gehalten ist), die Leute, die den Fischmarkt angriffen haben und natürlich den Cartman, durch dessen Frühstücksgewohnheiten wir herausfanden, daß auch echte Ostseehaie nicht jede Fischbüchse essen müssen. :-)

In diesem Sinne... Keep it real und viele Grüße von der salzigen Schwimmflosse.

Euer Präsi.

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