Besuch und Ausstellung auf der Motorshow Essen 2003

Die Motorshow in Essen ist wohl jedem, der irgendwie, irgendwas mit Auto und Tuning zu tun hat ein Begriff. Und schon allein deshalb strömen ja tausende von „kranken“ Autotunern jedes Jahr auf diese Messe. Unsere Mitglieder sind auch fast jedes Jahr dort als Zuschauer und kaufwilliges Klientel zu sichten, aber dieses Jahr kam alles anders. Wir sollten ein Fahrzeug aus unseren Reihen dort ausstellen...

Es traf niemand geringeren, als unseren Rudi, der ja mit seinem fetten Escort schon diese Saison für ordentlich frischen Wind in der Scene sorgte.
Eines Tages bekam er per E-Mail eine Anfrage von 'ner Zeitungsredaktion, ob sein Escort noch existiere. Berechtigte Frage, da ja in unseren Kreisen die Fahrzeuge mehr oder weniger freiwillig das Aussehen oder ihren Zustand wechseln können.
Rudi konnte aber dem Mann ein beruhigendes JA entgegenbringen, und so nahm alles seinen Lauf. Man lud ihn ein, sein Fahrzeug an einem Tag, während einer Show am Fulda-Truck zu präsentieren. Er nahm an, und wurde mit Papierkram überhäuft. Es gab nun noch viel zu tun, und so wurden die nächsten Tage bei ihm auf ca. 26 Std. Arbeitszeit verlängert.

Der ersehnte Tag kam, und so fuhren Rudi und Butze am Samstag den 29.11.2003 mit T4 Bus und Hänger von Butzes Arbeitgeber und 'nem Schmuckstück darauf Richtung Essen. Die Fahrt verlief reibungslos und da Wetter und Leistungsspektrum des Busses die Fahrt etwas in die Länge zogen, hatten wir viel Zeit in einem Volkswagencockpit Vorstandsarbeit zu leisten.
Angekommen, war es auch schon fast dunkel, und nach einigen Wendemanövern mangels Orientierung haben wir dann doch die richtige Halle gefunden. Der Veranstalter wusste bescheid und gab uns Instruktionen für die Show am Sonntag. Wir luden den Hauptakteur ab und fuhren dann mit noch mehr Papierkram in unser Hotel, welches wie durch Zauberhand schon reserviert und vom Veranstalter bezahlt war. Saubere Sache... dann eben mal ohne Zelt...
Abends gings dann noch ein wenig nach Bochum, um Bier zu trinken und irgendwann ab inne Heia.

Sonntagmorgen, starteten wir mit 'nem Gratisfrühstück im Hotel und dann ab zur Motorshow. Den Besucherstau durch clevere Fahrweise und Freiparktickets umgangen, die Ausstellerpässe um den Hals zum Wagen und dann fast zwei Stunden wienern...
Rudi hörte sich dann die Anweisungen vom Showmaster an und wir waren klar. Drei Shows mit ca. ein bis zwei Stunden Pause dazwischen. Wird ein harter Tag... Aber wir wollten es so.
Dann gings los, der erste Auftritt. Massen standen an der Bühne, und das Spiel begann. Als erstes fuhr ein E30 Cabrio vor, und öffnete alles, was irgendwie aufging, um der Masse zu zeigen, wies geht. Ab auf die Bühne und nen Smalltalk mit dem Showmaster gehalten. Kurz darauf fuhr ein Golf IV ein, der auch echt fette Sachen an Bord hatte.
Auch er rauf auf die Bühne und das Fahrzeug vorgestellt... und dann... Nummer drei war Rudis Escort. Souverän vor die Bühne gesteuert, alles aufgerissen und Fahrzeug präsentiert. Gibt es eine bessere Werbung für unseren Club? Ich glaube kaum. Wir waren richtig Stolz. Man merkte es uns wohl auch an. Genau wie Rudis Aufregung auf der Bühne. Ich hätte nicht tauschen wollen. Aber nach ein paar Worten, hatte auch er seine gewohnte Ruhe zurück und zauberte wie ein Vertreter die Vorteile seines Wagens hervor. Fette Show!!! Während dieser Veranstatung schlugen auch noch einige Clubmitglieder auf, um Ihren Club zu unterstützen, und dann die Schnäppchen zu jagen.
Der Vierte im Bunde war ein Opel Vectra, dessen Fahrer mehrer Titel und Pokale im Sound Off sein Eigen nennt. Der hatte mehr Meister- und Europameistertitel, als ein Inder Namen. Also 'ne ganz bunte Mischung von Automarken und Leuten.
Während der ersten Pause, war Aufregung im Backstagebereich und man diskutierte dies und das. Nicht, daß es mich nicht interessierte, aber ich hatte festgestellt, daß die Cheerleadermädels auch dort ihre Vorbereitungen trafen, und so schaute ich natürlich das ein oder andere Mal dort vorbei...
Nach der Pause die nächste Show, die vom Ablauf nicht viel anders war als die erste, was auch gut ist, denn es standen jedesmal andere Massen an Leuten vor der Bühne, die wieder die gleichen Fragen stellen würden. Auch diese Show ging voll fett und glatt über die Bühne und die Jungs fuhren noch mehr an Effekten in ihren Fahrzeugen auf. Wahnsinn!!! Bei all dem Alarm, den man dort veranstaltete, fiel Kai Ebel, der die Zwischenmoderation machte und auch recht nett zu sein scheint, leider weniger auf. Aber an diesem Tag waren es eben andere, die für Furore sorgten...
In der nächsten Pause kurz was gegessen, wo man nicht gerade von Messeschnäppchen reden kann, aber wer tunt schon sein Auto mit 'ner warmen Mahlzeit? Ich glaube, deshalb konnte man hier preislich nicht verhandeln. Aber es war lecker. Nun noch kurz über die Messe gestreift, natürlich zuerst zu Ford und kurz geschaut, bevor die Zeit ran war, Rudi ein weiteres Mal auf der Bühne zu sehen, um seinen Escort, der leider noch nicht selbst spricht, vorzustellen...
Gegen 16 Uhr begleiteten die Cheerleader den letzten Wagen von der Bühne in den Backstagebereich und nach Rücksprache mit dem Veranstalter, welcher überaus zufrieden war, hatten wir endlich frei. Schnell noch zwei Stunden über die Messe gerannt und an jedem Stand noch Material abgenascht, denn als Vorstand denkt man ja immer etwas weiter, und so hatten wir für die Weihnachtsfeier noch ein paar kleine Überraschungen besorgt.

Ich weiß nicht, ob sich Gummibeine allein bewegen, oder ich nur noch über die Veranstaltung aalte, aber son Tag strengt voll an. Zurück am Fahrzeug bauten wir wieder Rudis Stoßstangen ab und verbrachten den Escort auf den Hänger. Unter Einsatz meines Lebens verzurrte ich ihn noch, damit uns der Schwarze nicht überholt. Auf die Piste, duch den Innenstadtstau noch kurz zu einem Kumpel gefahren, schön geschnakt und dann einfach nur Heim. Gegen früh um zwei luden wir unseren Star ab und fuhren dann auch nach Hause.

Ich muß sagen, daß war für mich eine fette Erfahrung und ich bin Stolz, daß es Rudi mit seinem Fahrzeug soweit geschafft hat. Und das unter unserem Clubnamen. Hut ab und mal schauen, was da sonst noch kommt. Klasse war auch, daß sich einige Clubmitglieder mitreißen ließen und zur Show aufgetaucht sind.
Ein krasses, stressiges und geiles Wochenende...

...mittendrin statt nur dabei, Euer Präsi.

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