| Seit langem mal wieder
ein Bericht aus der Feder von der Mandy – als stellvertretende Chronistin.
Anlässlich des langen Pfingstwochenendes
dachten wir, wir könnten unsere kleinen gefiederten Paten-Tierchen
im Tierpark Gera mal wieder besuchen gehen.
Also fix Alle zusammen getrommelt und mehr oder minder vollzählig
vor dem Haupteingang versammelt.
Die Parkplatzsuche gestaltete sich etwas knifflig, da wir anscheinend
nicht die Einzigen mit der Idee eines Tierparkbesuches waren. Aber dies
ließ sich wie immer mit etwas Geduld und Spucke lösen. Anders
erging es da ein paar Gespann-Fahrern, welche ihren Führerschein
wohl bei einem Schnellkurs in Polen gemacht haben. Sie bescherten uns
mit ihren künstlerischen Wendungsmanövern einen lustigen Einklang.
Wir also belustigt und voller Erwartung
zum Eingang geschlendert. An der Kasse schliefen einem dann allerdings
etwas die Gesichtszüge ein. Die Preise schienen sich wie aus heiterem
Himmel verdoppelt zu haben. Naja, es kommt den Tierchen zugute, also sei`s
drum. Doch zwei Schritte weiter erschien des Rätsels Lösung.
Eine nette Tante teilte Fragebögen aus. Fragen kreuz und quer durchs
Tierreich wurden auf einer A4 Seite zusammengefasst. Und das Beste: Die
Aussicht auf ein paar tolle Preise! Also machten wir uns auf die Socken.
Die Tierparksafari konnte beginnen! :-)
Naja...an der kleinen Tierpark-Bimmelbahn
trennte sich bereits die Spreu vom Weizen *g* denn nach dem kräftezehrenden
Fußmarsch bis zum Haupteingang ging einigen anscheinend schon die
Puste aus. ;p
Tut tuuut...schnell wie der Blitz *schnarch* zuckelte die Bahn gen Tierparkerlebnis.
Jana, Tobi und ich folgten statt dessen Xenias (die kleine Maus) Ermahnung
„laufen ist viel besser“ und erklommen heldenhaft den steilen
Bergweg.
...irgendwie schien der Bimmelbahn-Trupp abhanden gekommen zu sein, denn
wir vier standen uns bereits die Beine in den Bauch.
Einige Lichtjahre später waren wir endlich wieder vollzählig
und konnten unseren kleinen zwitschernden Schützlingen (Zungenbrecher)
hallo sagen. Wir entdeckten viele neue Sittiche und unser Mobbi entdeckte
derweil einen Bierstand. :-) Sein triumphierend heran balanciertes Sprudelgetränk
fand großen Zuspruch und wurde dankend innerhalb weniger Sekunden
eingeatmet. Es schloss sich eine ausgedehnte Bier-Kuchen-Salami-Pause
an.
Jetzt aber mal zu dem Fragebogen. Gewissenhaft
wollten wir uns auf den neuesten Stand tierischer Details befördern
und liefen somit stationsweise alle möglichen Gehege ab.
Die kleinen Wüstenrennmäuse purzelten
wieder in ihrem Laufrad um die Wette (oder waren`s doch die Degu`s?).
Meerschweinchen waren keine im Laufgehege zu sehen, da diese schon am
Ein-/ Ausgang von ungeduldigen kleinen Menschenhänden abgefangen
wurden. Das Tütentier schien den Winter nicht überstanden zu
haben, jedenfalls war diesmal keines da. ;) Pep`s Flaschenpfand-Wisente
sahen dafür umso besser aus. Und die Kleinen Fasanenkücken waren
ja wirklich mal niedlich. Unter Bestrahlung einer Wärmelicht-Lampe
tippelten sie aufgeregt in ihrem Aquarium ähnlichen Übergangs-Zuhause
hin und her.
Rast am Pony-Laufstall.
Letzte Kraftreserven wurden hier gesammelt, um rechtzeitig vor Dienstschluss
an der Weizen-Tankstelle aufzulaufen.
Weiter ging`s zu den kleinen und großen
Schweinchen. Zwischen deren Geruch mischte sich der leckere Duft von frisch
Gebackenem. Hmmm...auch hier kam man nicht wirklich vorbei, ohne ein paar
kleine Leckereien wegzumuffeln.
Vorbei an dem Affengehege, in welchem sich eines der Artgenossen todesmutig
in luftiger Höhe das Hinterteil kratzte. Vorbei an den etwas größeren
Raubkätzchen, welche gähnenderweise ihr komplettes Gebiss präsentierten.*ahhh*
Aber
nicht vorbei an der tollen Weinverkostung. :-) Hartmut war bereits am
Schnackeln und Schnappeln, als wir uns neben dem verkaufsorientierten
Weinverkäufer platzierten und den angebotenen Sorten „lieblich,
„lieblicher“ und „am Lieblichsten“ hingaben.
Frisch betankt *schwank* hatten wir eigentlich nur noch die Schäfchen
vor uns (die machen übrigens nicht „mähhh“ sondern
„bööhhh“) und die Waschbären, welche keine
Anstalten gemacht haben, sich zu waschen *wie schade*. Vielleicht waren
es auch ein paar Weinpröbchen zu viel, jedenfalls fallen mir gerade
keine Tiere mehr ein...außer die Büffel (oder Wisente..? Auf
jeden Fall die großen lockigen Zeitgenossen mit dem riesen Buckel).
Anscheinend war bald Abendbrotzeit, denn es standen Schubkarrenweise Kartoffeln
und Karotten neben dem Gehege. Tollkühn warfen wir eine Möre
ins Gehege, welche auch sofort verschlungen wurde. Eine Weitere flog in
die Nähe des Offenstalls mit der Hoffnung, „der Große“
würde sich einen Moment blicken lassen. Ich konnte mir unter „der
Große“ nicht viel vorstellen, da die Anderen auch nicht wirklich
klein waren.
Naja die Möhre landete jedenfalls da drin, als plötzlich
ein Riesen-Schädel um die Ecke glotzte. (also sorry, aber man muss
wirklich glotzen sagen...einfach irre. Aber schaut einfach die Bilder
an oder geht die Büffel-Wisente besuchen, dann wisst ihr, was ich
meine).
Zärtlich stieß „der Große“ den doch auf einmal
ziemlich Kleinen zur Seite und naschte die Möhre. Sein eiskalter
Blick forderte weitere Schnappuleien, doch wir entschieden uns, abzudampfen.
Nicht, dass er uns eingeschüchtert hätte, oder so..!
Noch schnell ein Zwischenstop am Lösungszettel-Einwurfkasten
zum Ergebnisse abcheckern und wech damit.
Dem lockenden Ruf der Freiheit entgegen und dem so langsam knurrendem
Magen folgend, tingelten wir schließlich Richtung Heimat.
Es war wieder ein lustiger und erlebnisreicher
Nachmittag, welchen wir wohl so oder in einer ähnlichen Form wiederholen
werden.
Vielen dank an Alle, die erschienen sind,
bzw. es versucht haben!
Bis zum nächsten mal!
Mandy
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