Tierparksafari am 04.06.2006


Seit langem mal wieder ein Bericht aus der Feder von der Mandy – als stellvertretende Chronistin.

Anlässlich des langen Pfingstwochenendes dachten wir, wir könnten unsere kleinen gefiederten Paten-Tierchen im Tierpark Gera mal wieder besuchen gehen.
Also fix Alle zusammen getrommelt und mehr oder minder vollzählig vor dem Haupteingang versammelt.
Die Parkplatzsuche gestaltete sich etwas knifflig, da wir anscheinend nicht die Einzigen mit der Idee eines Tierparkbesuches waren. Aber dies ließ sich wie immer mit etwas Geduld und Spucke lösen. Anders erging es da ein paar Gespann-Fahrern, welche ihren Führerschein wohl bei einem Schnellkurs in Polen gemacht haben. Sie bescherten uns mit ihren künstlerischen Wendungsmanövern einen lustigen Einklang.

Wir also belustigt und voller Erwartung zum Eingang geschlendert. An der Kasse schliefen einem dann allerdings etwas die Gesichtszüge ein. Die Preise schienen sich wie aus heiterem Himmel verdoppelt zu haben. Naja, es kommt den Tierchen zugute, also sei`s drum. Doch zwei Schritte weiter erschien des Rätsels Lösung. Eine nette Tante teilte Fragebögen aus. Fragen kreuz und quer durchs Tierreich wurden auf einer A4 Seite zusammengefasst. Und das Beste: Die Aussicht auf ein paar tolle Preise! Also machten wir uns auf die Socken.
Die Tierparksafari konnte beginnen! :-)

Naja...an der kleinen Tierpark-Bimmelbahn trennte sich bereits die Spreu vom Weizen *g* denn nach dem kräftezehrenden Fußmarsch bis zum Haupteingang ging einigen anscheinend schon die Puste aus. ;p
Tut tuuut...schnell wie der Blitz *schnarch* zuckelte die Bahn gen Tierparkerlebnis. Jana, Tobi und ich folgten statt dessen Xenias (die kleine Maus) Ermahnung „laufen ist viel besser“ und erklommen heldenhaft den steilen Bergweg.
...irgendwie schien der Bimmelbahn-Trupp abhanden gekommen zu sein, denn wir vier standen uns bereits die Beine in den Bauch.
Einige Lichtjahre später waren wir endlich wieder vollzählig und konnten unseren kleinen zwitschernden Schützlingen (Zungenbrecher) hallo sagen. Wir entdeckten viele neue Sittiche und unser Mobbi entdeckte derweil einen Bierstand. :-) Sein triumphierend heran balanciertes Sprudelgetränk fand großen Zuspruch und wurde dankend innerhalb weniger Sekunden eingeatmet. Es schloss sich eine ausgedehnte Bier-Kuchen-Salami-Pause an.

Jetzt aber mal zu dem Fragebogen. Gewissenhaft wollten wir uns auf den neuesten Stand tierischer Details befördern und liefen somit stationsweise alle möglichen Gehege ab.

Die kleinen Wüstenrennmäuse purzelten wieder in ihrem Laufrad um die Wette (oder waren`s doch die Degu`s?). Meerschweinchen waren keine im Laufgehege zu sehen, da diese schon am Ein-/ Ausgang von ungeduldigen kleinen Menschenhänden abgefangen wurden. Das Tütentier schien den Winter nicht überstanden zu haben, jedenfalls war diesmal keines da. ;) Pep`s Flaschenpfand-Wisente sahen dafür umso besser aus. Und die Kleinen Fasanenkücken waren ja wirklich mal niedlich. Unter Bestrahlung einer Wärmelicht-Lampe tippelten sie aufgeregt in ihrem Aquarium ähnlichen Übergangs-Zuhause hin und her.
Rast am Pony-Laufstall.
Letzte Kraftreserven wurden hier gesammelt, um rechtzeitig vor Dienstschluss an der Weizen-Tankstelle aufzulaufen.

Weiter ging`s zu den kleinen und großen Schweinchen. Zwischen deren Geruch mischte sich der leckere Duft von frisch Gebackenem. Hmmm...auch hier kam man nicht wirklich vorbei, ohne ein paar kleine Leckereien wegzumuffeln.
Vorbei an dem Affengehege, in welchem sich eines der Artgenossen todesmutig in luftiger Höhe das Hinterteil kratzte. Vorbei an den etwas größeren Raubkätzchen, welche gähnenderweise ihr komplettes Gebiss präsentierten.*ahhh* Aber
nicht vorbei an der tollen Weinverkostung. :-) Hartmut war bereits am Schnackeln und Schnappeln, als wir uns neben dem verkaufsorientierten Weinverkäufer platzierten und den angebotenen Sorten „lieblich, „lieblicher“ und „am Lieblichsten“ hingaben.
Frisch betankt *schwank* hatten wir eigentlich nur noch die Schäfchen vor uns (die machen übrigens nicht „mähhh“ sondern „bööhhh“) und die Waschbären, welche keine Anstalten gemacht haben, sich zu waschen *wie schade*. Vielleicht waren es auch ein paar Weinpröbchen zu viel, jedenfalls fallen mir gerade keine Tiere mehr ein...außer die Büffel (oder Wisente..? Auf jeden Fall die großen lockigen Zeitgenossen mit dem riesen Buckel).
Anscheinend war bald Abendbrotzeit, denn es standen Schubkarrenweise Kartoffeln und Karotten neben dem Gehege. Tollkühn warfen wir eine Möre ins Gehege, welche auch sofort verschlungen wurde. Eine Weitere flog in die Nähe des Offenstalls mit der Hoffnung, „der Große“ würde sich einen Moment blicken lassen. Ich konnte mir unter „der Große“ nicht viel vorstellen, da die Anderen auch nicht wirklich klein waren.
Naja die Möhre landete jedenfalls da drin, als plötzlich
ein Riesen-Schädel um die Ecke glotzte. (also sorry, aber man muss wirklich glotzen sagen...einfach irre. Aber schaut einfach die Bilder an oder geht die Büffel-Wisente besuchen, dann wisst ihr, was ich meine).
Zärtlich stieß „der Große“ den doch auf einmal ziemlich Kleinen zur Seite und naschte die Möhre. Sein eiskalter Blick forderte weitere Schnappuleien, doch wir entschieden uns, abzudampfen. Nicht, dass er uns eingeschüchtert hätte, oder so..!

Noch schnell ein Zwischenstop am Lösungszettel-Einwurfkasten zum Ergebnisse abcheckern und wech damit.
Dem lockenden Ruf der Freiheit entgegen und dem so langsam knurrendem Magen folgend, tingelten wir schließlich Richtung Heimat.

Es war wieder ein lustiger und erlebnisreicher Nachmittag, welchen wir wohl so oder in einer ähnlichen Form wiederholen werden.

Vielen dank an Alle, die erschienen sind, bzw. es versucht haben!

Bis zum nächsten mal!

Mandy

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