1.Fordtreffen in Magdeburg 09.08.-11.08.02

Nachdem in unendlichen Absprachen im Vorfeld endlich abgeklärt war, wer mit wem wann und wo und überhaupt mitfährt, trafen sich die Clubmitglieder und vereinzelten Gäste und Gaststarter wie üblich an der Araltankstelle, um sich auf den Weg nach Magdeburg zu machen. Nachdem endlich auch Rudi eingeschlagen war (der Essi war endlich vorzeigebereit, die Anlage eingebaut und rote Nummernschilder besorgt) konnte es dann mit fast einer Stunde Verspätung auf die Reise gehen, natürlich aber nicht, ohne zuvor noch den einen oder anderen Liter Motoröl einzukaufen.

In mehr oder minder gemütlicher Kolonnenfahrt, bei doch recht warmen Temperaturen mußten wir kurz nach Halle den ersten Tankstop einlegen, um besagtes Motoröl (nein, nein, kein Benzin) in Rudis Fahrzeug einzufüllen. Sein schöner schwarzer Escort ist nämlich der erste Benziner, der mehr Öl als ein Diesel auf 100km braucht. Bei dieser Gelegenheit ist noch anzumerken, daß hinter Rudi so wirklich keiner gerne fahren wollte, es sei denn, er wollte sich das Geld für einen Joint sparen.

Endlich auf dem Platz in Magdeburg angekommen, begann das übliche Eintreffzeremonial, Auto abgeparkt, Klappstuhl raus, abhängen, 1. Kartusche zünden. Nebenher konnte man den Abflug von hunderten Heißluftballons gegen das Abendlicht bewundern. Ganz ehrlich, ein toller Anblick. Dann begann ein wirklich interessantes Zeltaufstellen. Ich glaube, auf kaum einem Platz zuvor wurden so viele Heringe krummgeschlagen wie in Magdeburg. Es gab Mitglieder die derart verzweifelt waren, daß sie nach dem Motto ans Zelt aufbauen gingen. Ein Hering, ein Strick, ein Bier, usw. Nach ca. 2 Stunden waren dann die Zelte der Erstankömmlinge errichtet und die erste "Assirunde" konnte gedreht werden. Das schaffte Hunger und damit ein weiteres Problem, denn das Grillen auf dem Festplatz war ausdrücklich untersagt und die Veranstalter achteten auch recht streng auf die Umsetzung. Also schnappte man sich den oder die Grills und stellte diese auf den Radweg keine 5 Meter neben dem Platz auf Nachdem irgendeiner dies vormachte, zog der ganze Platz nach. Na das war vielleicht ein Anblick, der Radweg auf einer Länge von 200m randvoll mit Grills jedweder Art. Von der Ferne war dies anzusehen, als sei dort geradewegs eine Dampflok vorbeigefahren. Ansonsten brachte der Freitagabend bzw. die Nacht keine wirklichen Höhepunkte (im fordtechnischen Sinne, für andere haftet der Verfasser nicht). Einzig erwähnenswert in diesem Zusammenhang, neben dem Konsum von reichlich Hopfenblütentee, war das die ganze Nacht vibrierende Nummernschild des Autos eines Mitglieds zu feiner Rammsteinmucke. Irgendwer hat sich wohl mal beschwert. Genützt hat's glaube nichts. Der Lärmverursacher zog dann in der ersten Morgendämmerung mit seinem Bewertungsbogen eine "Assirunde" und als er zurück kam, oh weh. Mit Grausen mußte er feststellen, daß am fast ganz frisch lackierten Fahrzeug vom Präsi zwei schöne Schrammen in Weiß waren. Leise fluchend, weil der Präsi sollt's ja nicht mitbekommen, wurde dann versucht, das Elend zu beseitigen, was auch einigermaßen gelang. Auf einmal entglitt Ronny der Ausspruch: Na haste Dir denn Dein Auto schon mal angekuckt! Na das Elend erst, ebenfalls 2 prima Treffer auf der gesamten Seite, die mit Polieren leider nicht ganz zu beseitigen waren. Alles in allem sah es so aus, als sei zwischen den zwei Sierras einer mit 'nem Paddelboot durchgefahren.

Der nächste Tag zog sich mit dem üblichen Treffengeschehen hin und es war warm und warm und warm. Die Fahrzeugbewertung schritt zügig voran, genauso wie Sound Off usw.

Der Abend im Festzelt rückte näher, natürlich nicht, ohne das vorher wieder die "Bratwurstmeile" auf dem Radweg errichtet worden war. Also auf und frohen Mutes in das Festzelt. Was da zunächst abging oder eben nicht abging, will keiner wirklich wissen. Nach über einer Stunde absoluter Grabmusik hatten wir die Nase voll und beschlossen. Da mach 'mer halt selbst ne Party. Sozusagen als Partybeschleuniger verschwand eine Flasche Puschkin Red oder so was in der Art innerhalb von 2 min. in den Kehlen von gerade mal 5 Leuten, dank der freundlichen Unterstützung von Michael Raps, der dieses Turbobenzin mithatte. Doch der Platz leerte sich zusehends, vor allem als ein lustiges Gewitter aufzog, was zur Folge hatte, das der ein oder andere Pavillon zur Arianerakete wurde und so manches Zelt nachzog. Leider gab es zwei Einschläge der landenden Teile auf Autos, was dann doch noch unsere Fleischampelmännchen in Grün auf den Plan zog. Aber auch das war kurz geklärt und endlich kam gescheite Mucke im Festzelt. Aber wirklich los ging's erst bei der Sexy Hour. Ein Strip für Sie und Ihn und Gogos, natürlich auch für sie und ihn haben ihre Sache wirklich gut gemacht, wie man vor allem beim Strip für Ihn, bei Ihm (der arme Kerl auf dem Hocker) deutlich sehen konnte (hihi).

Irgendwie ist die Sache dann wie immer in einer Polonaise und Abhotten bis kurz vor den Kreislaufkoller eskaliert. Die Party wurde also noch richtig gut. Nach einem Sprung in die Waschtröge haben sich einige Mitglieder noch dezent einem Feierabendbier gewidmet und ein wenig weitergefeiert. An dieser Stelle bricht die Berichterstattung ab, denn der Verfasser ist gegen 04.15 Uhr im Klappstuhl verschieden. Keine Müdigkeit vorschützend waren die Clubakteure jedoch um 9.00 wieder auf den Beinen und man bereitete sich auf die Pokalvergabe vor und diesmal war richtig was zu holen. Mit 4? (oder gar 5) Pokalen konnten wir die Heimreise antreten. Die Pokale holten Rudi, Butze und Holgi.

Warum sich Rudi und Elmo bereits am Samstag um leere 1 1/2 Literflaschen kümmerten, ist schnell gesagt. Bei beiden Fahrzeugen hatte die Zylinderkopfdichtung ade' gesagt. Das was als Öl bei Rudis Auto aus dem Auspuff kam, war bei Elmo Wasser, welches Rudi übrigens schon am Tage der Anreise nicht mehr hatte. Er bevorzugte es, seine Kopfdichtung bereits auf dem Platz im Leerlauf wegen Überhitzung abzuschießen. Der Ausgleichsbehälter tat dann auch das, was folglich kommen mußte: Er gab einen lauten Basch von sich.

Nichts desto trotz sind alle irgendwie heim gekommen und hatten nur noch eines im Kopf. Ab unter den Wasserstrahl und abhängen, sich erholen und im Kopf das nächste Treffen planen.


Euer Elmo mit Sauge

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