| Endlich, der 10.06.2006 stand vor
der Tür...
Der Tag, auf den wir alle schon so lange gewartet haben.
Der Tag, an dem die erste XS-Car Night für das Jahr 2006 stattfinden
würde.
Die Sonne lachte mir schon früh durchs Fenster ins Gesicht und
somit begann der Tag entsprechend gut. Also raus aus den Federn und
erstmal in die Garage gehoppelt zur "Maschine". Der Focus
konnte es kaum erwarten, zur Waschanlage zu rollen. Außerdem hatte
er riesigen Durst! Das was sich sein Eigner als "Hopfenkaltschale"
einflößt, ist für ihn der Sprit.
Mit dem allerletzten Tropfen im Tank noch zur Aral gerollt und vollgetankt
für einmal Dresden und zurück. Das Herz hat geblutet beim
bezahlen, das kann ich Euch sagen!
Noch nicht einmal den Rüssel ins Loch gehängt
(ich meine die Zapfpistole in den Tank ;-)), da hörte ich vertraute
Geräusche hinter mir. Barkas-Geknatter und Blech, das auf Stein
kratzt. Es war das "verdammttiefealleblickeaufsichziehendegefährt"
vom Kollegen Neumann aus der East-Society.
Mit dieser "VW-Audi Gemeinschaft" waren wir verabredet um
wie jedes Jahr zur Car-Night zu cruisen. Und cruisen wurde diesmal wörtlich
genommen. Dazu später mehr.
Nachdem die Karren ihre Intensivpflege abbekommen hatten,
ging es zum "Headquarter" der East-Society. Treffpunkt also!
Der B-1000 wollte noch mit einem Dachgepäckträger bestückt
werden, incl. zweier Holzkisten mit russischer Aufschrift "Hottes",
Vento wurde noch auf den Trailer gepackt und die Deichsellast "professionell"
abgewogen. Man muß sich nur zu helfen wissen! (Siehe Bild)
Mit einer dreiviertel Stunde Verspätung ging es dann auf die Bahn,
nachdem alle aus dem Konvoi mit einem Strohhut, krasser Checkerbrille
und einer im Wind wehenden Deutschlandfahne fürs Auto ausgerüstet
waren. Schließlich ist WM! Und wir sollten nicht die Einzigsten
auf der Bahn damit sein.
Als wir dann voll relaxt im Kaufpark Nickern in Dresden
ankamen, gab es dafür nur einen Grund... "Extremcruising"!
Das Gespann am Anfang des Konvois und der Barkas am Ende, hieß
Durchschnittsgeschwindigkeit laut Bordcomputer 75km/h. Die erste Frage
aller Beteiligten kam wie Stereo aus deren Mündern: "Hat sich
deine Tanknadel bewegt?" Alle konnten dies verneinen. So sparsam
war noch keiner Unterwegs. Verbräuche um die 7 Liter auf 100 Kilometer.
Dann hätt' ich aber in Gera auch nicht voll tanken müssen
und so viel Ballast mitschleppen. ;-)
Da wir alle VIP-Tickets hatten, durften wir schon 17
Uhr aufschlagen und in das Parkhaus knattern. Offizieller Start ist
immer erst 20 Uhr.
Also bewegten wir unsere "sparsamen Karren" völlig staufrei
und ohne Hindernisse in den abgesperrten VIP-Bereich, wo Sebastian von
den Focus-Projects schon einen Clan für uns abgesteckt hatte. Wir
parkten direkt gegenüber, der Crazy-Colors-Bande, die nicht gerade
eine kurze Anreise hinter sich gebracht hatte. Auch sonst lag das Qualitätsniveau,
was die Fahrzeuge betraf, dieses Jahr verdammt weit oben. Sogar Autos
aus Österreich und der Schweiz wurden gesichtet. Respekt! Und das
für ein Treffen, was ab offiziellen Einlaß nur vier Stunden
dauert. Auch aus Deutschlands entferntesten Ecken kamen einige "VIPs".
Für uns ist es immer wieder ein Augenschmaus zu
sehen, wie die Meute ab 20 Uhr in das Parkhaus strömt. Halbe Stadtteile
rund um den Kaufpark sind komplett dicht! Nix geht mehr! Und das ist
nicht übertrieben. Einige Bilder verdeutlichen dies...
Rückstau bis auf die Autobahn ist jedes Jahr zu vermelden. Wir
sind einfach nur froh, um diese Zeit schon mit geputzten Karren und
völlig relaxt im Parkhaus zu stehen. Auf extrem lange Wartezeiten
hätte glaube keiner Lust. Nachdem wir uns die "Chromparty"
am Kärcherplatz reingezogen hatten und eine Seniorentüte bei
unserem großen Onkel aus Amerika vertilgt hatten, schauten wir
uns noch auf den prall gefüllten Parkdecks um. Wahnsinn, was hier
abgeht!
XS-Car-Night ist nicht umsonst Europas größtes Tages-, Entschuldigung
"Nachttreffen". Oder sagen wir einfach "Markenoffenes
Treffen".
Auch weibermäßig volle Bambule! Verdammt, warum war es so
warm? Die Girlies hatten fast nix an und wir wußten nicht, was
wir uns zuerst anschauen sollten. Wahrscheinlich haben wir mehr Mädels
als Autos geguckt. Auch der "Ass-Hunter" war unterwegs und
verrichtete seinen Dienst. Die verwackelten Bilder liegen aber an seiner
schlechten Kamera, die ohne Blitz einfach nix taugt.
Bescheid wußte von uns mal wieder keiner. So kam
es, das wir die Pokalvergabe halb versäumten und erst danach erfahren
haben, wer uns als Jury "Undercover" beehrt hatte. Zuerst
dachte ich, alle wollten mich verarschen, weil ich angeblich einen dieser
riesigen Pötte geholt hatte. Woher kommt das bloß? Dann steht
der Sepp vor der Bühne und keiner will was wissen.
;-)
Drum, kurz noch mal bei der Trabi-Gang Mittweida "abgesichert".
Die bestätigten diese Weisheit. Also druckste ich mich durch die
Massen. Und siehe da, ich wurde schon erwartet und bekam tatsächlich
einen der 20 geilen Töpfe. Was mich wirklich sehr ehrt, bei der
gewaltigen, hochprozentigen Konkurrenz.
"Hotte" hätte um Haaresbreite auch einen geholt, wie
ich aus verläßlicher Quelle erfahren habe, doch leider lag
das Quäntchen zum Glück an der nicht mitgeführten Hutablage.
Aber was soll’s. Die Menschenmassen, die sich um den Vento horteten,
waren auch ein guter Beweis, für die Exklusivität des Wagens.
Nach der Vergabe verflüssigten sich auch die Massen.
Wir chillten noch 'ne Runde und warteten, bis die Parkdecks
leer waren. So konnten wir ohne Kratzer nach Hause. Zuvor noch alle
Mann in den Barkas und paar Fetzerrunden mit Martinshorn gedreht. Der
Showeffekt war da! Alle feierten! Eigentlich wie immer.
Damit auch alle was von dem nostalgischen Düften haben, muß
man schon auch ab und zu mal bei kleinen Grüppchen stehen bleiben
und mehrmals kräftig aufs Gas treten. Wer uns schon mal erlebt
hat, weiß wovon ich spreche. ;-) Dann noch aufs "Lowriderknöpfchen"
gedrückt und ab ging die Party! Ein Spaß!
Auf die Uhr hat zwar keiner geguckt, aber ich schätze,
gegen 1.30 Uhr verließen wir die Arena und knatterten heimwärts.
Minimaler Spritverbrauch war wieder angesagt. Am Dresdner Kreuz gab's
noch einen Schreck. Polente!
Ein S2000 von der Car-Night hing erst in der Planke und dann an der
Tunnelwand. Das Auto sah wirklich nicht mehr schön aus. Dazu gehen
wir hier aber nicht näher ein.
20 Kilometer Autobahnfahrt sind schon verdammt anstrengend. So kam es,
daß wir am Rasthof "Dresdner Tor" unsere erste Rast
einlegten. Wir hatten ja auch noch verdammt laaaange 140 Kilometer vor
uns. ;-) Erstmal paar Red Bull vernichtet, die Hotte günstig in
Österreich ersteigert hatte und paar Autofahrer geweckt, die versuchten
in ihren Karren mit der gesamten Sippschaft zu pennen. Sie flüchteten,
aber waren nicht sicher vor uns! 80 Kilometer später trafen wir
sie wieder, bei unserer bereits vierten Rast.
Verdammt! Mit der Morgendämmerung im Rückspiegel und 'ner
DVD im Player ging es dann weiter. Als wir die Boliden in der Garage
verstauten, ging fast schon die Sonne auf. Mein letztes Bild mit Zeiteinblendung
verdeutlicht dieses, kurz bevor der Akku endgültig abkackte...
Fazit: Geiles Treffen! Besser als je zuvor! Tolle Fahrt! Viel lustig
gewesen! Jeder Zeit wieder!
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